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 Hian, erster Charakter von Bombadil, Tom

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Bombadil, Tom
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Alter : 25
Ort : Hildesheim

BeitragThema: Hian, erster Charakter von Bombadil, Tom   So 13 Sep 2009, 19:14

Name: Hian ist sein eigentlicher Name, aber er wird bei den Menschen Taris genannt
Geschlecht: Männlich
Rasse: Nonjoto
Alter: 17
Geburtsort: Reich der Lüfte, aber in Bolfas verbrachte er fast sein ganzes Leben

Aussehen: Sehr dunkelblonde bis braune Haare mit mittlerer Länge; braune, nachdenkliche Augen; schlanker Körperbau, aber stärker als man meint; trägt gewöhnliche Menschenkleidung (vom Farbton her schlicht und unauffällig, da er auf keinen Fall noch mehr auffallen will, als er so schon durch sein anderes Aussehen auffällt); besitzt noch übliche Nonjotokleidung aus dem Reich der Lüfte, hat sie aber noch nie getragen, da sie für ihn ein kostbares Erinnerungsstück an seine Eltern ist.

Charakter:
Ruhig, tut nahezu nichts Unüberlegtes. An sich kontaktfreudig, ist aber nicht sehr gesprächig, da er schon oft auf Grund seines anderen Aussehens abgewiesen wurde. Trotzdem ist er optimistisch, pflichtbewusst und hilfsbereit. Allerdings war es für ihn ein großer Schock, als er mit 15 erfuhr, dass er nicht nur anders als die Menschen in seiner Umgebung aussieht, sondern nicht mal ein Mensch ist, und diesen Schock hat er immer noch nicht ganz überwunden. Er fühlt sich deshalb nirgendwo richtig zuhause und hat ein mittelmäßiges bis schwaches Selbstvertrauen.

Ausrüstung:
Gewand aus dem Reich der Lüfte, das er allerdings so gut wie nie trägt
Ein langer Stock aus Eramirholz, ebenfalls ein Erinnerungsstück, das allerdings im Gegensatz zum Gewand oft nutzt.
Einen Anhänger, auf dem sein Geburtsname steht; ohne diesen wüsste er diesen Namen nicht
Ein spezielles Werkzeug zur Verarbeitung von Eramirholz, ebenfalls ein Erinerungsstück

Fertigkeiten:
+ guter Umgang mit Stabwaffen, besonders mit seinem Kampfstock
+ relativ intelligent und gebildet
+ kann gut schnitzen
- scheut vor schweren oder schnellen Entscheidungen, auch wenn er eigentlich weiß, dass sie richtig sind, wenn er nicht von jemandem bestätigt wird
- unterschätzt sich teilweise völlig und macht sich selber Druck
- Mittelmäßiger Umgang mit Dolchen
- Besitzt zu Beginn des Kriegs keine Nonjoto-Fähigkeiten

Geschichte:
Hian wurde von Menschen aufgezogen; seine Vater war bereits vor seiner Geburt im Krieg mit den Barbaren gefallen, und seine Mutter floh wenige Monate nach seinem Tod aus dem Reich der Elemente nach Woiir, in die Stadt Bolfas. Dort wurde sie allerdings kurz darauf von einem Betrunkenen ausgeraubt, vergewaltigt und ermordet wurde, als sie zum Markt ging, um Essen zu kaufen; eine junge Frau fand ihn schreiend in dem Unterschlupf, den seine Mutter eingerichtet hatte, und adoptierte ihn. Sie hieß Melia und war die Gattin eines wohlhabenden Händlers mit Namen Felon. Sie nannten ihn Taris. Im Grunde kümmerte sich nur sie sich um ihn, ihr Mann beachtete ihn kaum. Von nun an führte er ein geruhsames Leben. Sobald er lesen konnte (mit ca.9 Jahren) verbrachte er viel Zeit in der Bibliothek, da er wegen seines anderen Aussehens nicht viele Freunde hatte; dort fand er nach langer Zeit neben vielem anderen Wissen heraus, was die Schriftzeichen auf seinem Anhänger bedeutete, und irgendwas sagte ihm, das dies sein eigentlicher Name war. Dennoch war er immer noch fest überzeugt, selber ebenfalls ein Mensch zu sein, wie alle anderen in seiner Umgebung auch. Diese Überzeugung wurde an jenem Tag in seinem 15. Lebensjahr jäh erschüttert:
Es war mitten in der Nacht, Hian saß in der Bibliothek. Er las ein Buch über das Reich der Elemente, das ihn derartig faszinierte, dass er es sich nicht mehr davon losreißen konnte; er bemerkte das Leuchten, das durchs Fenster hereinfiel nicht. Plötzlich ließ ihn ein Schrei aufschrecken. Er spähte durch die Fenster auf die Straße, und was er dort sah, erschreckte ihn. Er sah das Schiff seines Ziehvaters; es brannte. Genau in diesem Moment hörte er die Stimme eben dieses Ziehvaters im Haus, sie war wutentbrannt, aber schwach: „Ja, alle! Ich weiß ganz genau, wer sie geschickt hat! Er ist wahrscheinlich noch hier in der Nähe“ - Hian hörte eine Fremd wirkende, leise Stimme, und er hätte schwören können, dass sie seiner irgendwie ähnlich war. Dann sprach wieder Felon, noch schwächer als zuvor; er lauschte wie erstarrt. „Wie viel?! 500 Goldstücke für alle seine Männern und alle Zeugen, gut, aber nochmal 500 für den Kerl selber, nein soviel ist er mir nicht Wert! Ihr Bors, ihr schwimmt doch so oder so in Gold, nicht wahr? Aber gut, wie ihr meint, hier ist euer Geld! Ich will in Frieden sterben können, und ihr zwei werdet mich auch bei meinem letzten Auftrag nicht enttäuschen.“ – Daraufhin lachte die fremde Stimme und irgendjemand verließ kaum hörbar das Haus. Hian lief so schenll er konnte runter ins Erdgeschoss, dort sah er Felon am Boden liegend, mit einer Bösartig wirkenden Bandwunde an den Armen und auf der Brust. Er war tot.

Später erfuhr Hian von Melia, das sein Ziehvater einen guten Draht zu den Bors hatte und sich regelmäßig mit ihrer Hilfe Konkurrenten vom Hals geschafft hatte. Über einen eigens dafür eingestellten Boten konnte er innerhalb von fünf Minuten ein Treffen organisieren. Genau das hatte Felon auch getan, als er die Brandstifter bemerkt hatte; er war auf dem Schiff gewesen und hatte sich dort die Brandwunden zugezogen, die er gerade noch lang genug überlebt hatte, um den Bors ihren Auftrag geben zu können.

Aber in diesem Moment war ihm der Fremde egal; er rannte hinaus, auf die Straße, um das brennende Schiff von nahem zu betrachten; warum es ihn so sehr interessierte, wusste selber nicht. Auf dem Schiff sah er mehrere (etwa 20) ungehobelte Gesellen mit Fackeln und Messern; sie um einen seltsam aussehenden Mann standen, der die Hände gefaltet und die Augen geschlossen hatte; ein makaberes Grinsen lag auf seinem Gesicht. Er murmelte einige unverständliche Worte, und auf einmal traute Hian seinen Augen nicht: Die Flammen auf dem Schiff begannen sich seltsam zu bewegen, sie züngelten immer wilder und bündelten sich über dem Fremden; jetzt riss er auf einmal ein schmales Schwert in die Höhe, von dem Hian nicht wusste, wo es so plötzlich herkam. Das Schwert wurde von den Flammen umlodert. Mit einem Mal öffnete die Gestalt die Augen und ging auf die angsterfüllten Rohlinge los; einer nach dem anderen wurde von ihm enthauptet, doch die sterblichen Überreste der Toten verwandelten sich fast augenblicklich in Asche, die von dem leichten Meeresbrise davongetragen wurde. Die Distanz zwischen den Brandstifter legte er mit hohen Sprüngen zurück, und bei den ersten zwei Sprüngen schnitt sein brennendes Schwert ein etwa 1,5 Meter langes Stück aus einem der aus Eramirholz bestehenden Querbalken der Segel. Und auch wenn dieser Balken relativ dünn war, so war Hian dennoch erstaunt über die Leichtigkeit, mit der es der Fremde abgehackt hatte. Er blickte sich um; etwas weiter entfernt sah er im Feuerschein einen arrogant und nobel wirkenden Mann, der von der Kleidung her seinem Ziehvater ähnlich war; er (es war wahrscheinlich der von Felon genannte Auftraggeber der Brandstifter) war starr vor Furcht, und schien sich gerade zur Flucht durchzuringen, doch dazu kam es nicht: wie aus dem Nichts kam eine Welle aus dem Wasser, rauschte über den Steg, und Hian glaubte, in ihr eine zweite Gestalt mit einem langen Dolch zu erkennen. Als die Welle den Mann erfasste, färbte sich das Wasser rot, bevor es kurz darauf wieder im Meer verschwand.
Plötzlich hörte Hian eine Stimme hinter sich. Es war die Stimme, die er zuvor im Haus gehört hatte: „Nun, du bist der Letzte, den ich im Auftrag dieses Händlers umbringe; fühle dich geehrt“ Hian blickte über seine Schulter nach hinten, sah den Mann mit dem brennenden Schwert, der auf ihn zukam. Als er fliehen wollte, stand auf einmal die Gestalt, die er in der Welle gesehen hatte, vor ihm und blickte ihm direkt in die Augen. Es war ebenfalls ein Mann, der von der Bekleidung her dem anderen ähnelte. „Warte!“, sagte er leise, packte Hian an den Schulten und drehte ihn ruckartig um. „Schau ihn dir an!“ Das Feuer am Schwert des anderen erlosch zusammen mit allen anderen Flammen auf dem Schiff. Nach einer kurzen Zeit der Stille, die Hian ewig vorkam, murmelte der Fremde, dessen Schwert nirgendwo mehr zu sehen war, während er dem Mann hinter Hian entnervt anstarrte: „Schon gut, Mikusho, schon gut! Verflucht sei dein weiches Herz!“ Dann wandte er ihm den Rücken zu und sagte wie zu sich selbst: „Ich denke, wir können bei ihm wirklich eine kleine Ausnahme machen; der Auftraggeber ist tot, und es behagt mir nicht, als Nonjoto andere Nonjotos zu töten, wenn niemand mehr da ist, der mir dafür einen angemessenen Aufschlag zahlt.“ Kaum war das letzte Wort verhallt, verschwand der Fremde in einer Feuersäule. Die Hände des Zweiten ließen ihn los, Hian drehte sich zu ihm um, unfähig ein Wort zu sagen; er sollte ein Nonjoto sein? „Tja, Junge, ich würde sagen, du hast Glück gehabt.“, sagte der verbliebene Fremde leise, der auf einmal am Rand der Kaimauer stand. „Ich rate dir, niemandem von den Geschehnissen dieser Nacht zu erzählen und dir keine mächtigen Feinde zu machen; es würde mir keine Freude bereiten, dir ein weiteres Mal beruflich begegnen zu müssen, wenn du verstehst, denn in dir steckt noch großes Potential, das sehe ich in deinen Augen. Also, machs´s gut!“ Kaum hatte er ausgesprochen, machte er einen Rückwertssalto über die Kaimauer und war spurlos im Meer verschwunden. Und auch wenn sein Gesicht verhüllt war, so war es Hian doch so vorgekommen, als hätte der Fremde bei seinen letzten Worten gelächelt.

Nach diesem Tag änderte sich einiges in seinem Leben; zunächst stellte er seine Ziehmutter zur Rede; nachdem sie ihre Trauer über Felons Tod überwunden hatte, erzählte sie ihm alles. Sie zeigte ihm den Raum, in dem seine Mutter mit ihm damals einen Unterschlupf gefunden hatte. Dort fanden sie nicht viel; doch die einzigen Fundstücke waren beeindruckend: ein Nonjoto-Gewand aus dem Reich der Lüfte und eine kleine Kiste mit speziellem Werkzeug, das (wie er aus Büchern wusste) zur Bearbeitung von Eramirholz diente; er nahm beides mit
Melia hielt nach Felons Tod nichts mehr in Bolfas, von seinen großen Ersparnissen konnten sie ohne Schwierigkeiten bis ans Ende ihres Lebens leben, und so hatte sie beschlossen, mit Hian nach Borim zu ziehen, denn ihr Bruder lebte dort. Am Abend vor dem Tag, an dem sich die Ochsenkarren mit ihrem Hausrat auf den Weg machten, ging Hian noch mal auf das vom Feuer beschädigte Schiff und nahm den sauber abgehackten Quermast, sozusagen als Erinnerung an das Treffen mit den Bors, die ihn seit eben diesem wahnsinnig interessierten. Und sobald ihr Umzug vollendet war, begann er täglich mit dem Training mit Waffen – er wollte ebenfalls ein Waffenmeister werden, wie die Bors es waren. Keine Waffe sagte ihm zu, bis er auf eine merkwürdige und doch geniale Idee, wie er fand kam. Er schnitzte den Eramirstock, den er vom Schiff hatte, etwas zurecht (er versuchte es anfangs erfolglos mit gewöhnlichen Messern; erst, als er sich dazu überwand, das Werkzeug aus dem Unterschlupf seiner Mutter zu verwenden, konnte er das extrem harte Holz zu seiner eigenen Überraschung problemlos bearbeiten) und trainierte mit ihm; zudem versuchte er, Nonjoto- Fähigkeiten mit Hilfe seines Wissens aus Büchern über sie zu erlernen. Mit dem letzteren kam er nicht voran, doch mit dem Stock machte er Fortschritte. Freunde hatte er nicht viele, und teilweise litt er immer noch unter dem Schock, den die Erkenntnis über seine wahre Identität mit sich gebracht hatte; er fand sich damit ab. Zwei Jahre gingen ins Land. Mittlerweile beherrschte er seinen zwar Stab nicht perfekt, aber doch recht gut, und auch mit kurzen Speeren (er pflegte sie zu werfen) und Dolchen (für den direkten Nahkampf) konnte er inzwischen einigermaßen gut umgehen. Als nun der Krieg mit den Barbaren, Minotauren und Orks bevorstand war der nun siebzehnjährige Hian nicht davon abzubringen, bei der Verteidigung mitzuwirken, um sich endlich bei den anderen, die ihn immer noch mit wenigen Ausnahmen mieden, und vor allem bei sich selbst zu beweisen. Seine Zeit war gekommen: Alle sollten etwas von dem Potential in ihm sehen, das der Nonjoto-Bor schon vor zwei Jahren in ihm gesehen hatte.
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