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 Meine erste eigene Geschichte: Die Rache des Reiters

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«RectoЯ»
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BeitragThema: Meine erste eigene Geschichte: Die Rache des Reiters   So 19 Jul 2009, 13:04

So, hier mal meine erste eigene Geschichte. Sie spielt in einem Paralleluniversum zu unserem, ist also geologisch gesehen identisch. Anders sind nur die Namen und die Tatsache, dass es Dämonen und den Teufel wirklich gibt.
Angesiedelt ist die Geschichte in etwa im Osten Frankreichs im 13. Jht.

Die Länge der Geschichte wird bei 8 Kapiteln liegen.

Das war aber auch jetzt genug der einführenden Worte, jetzt wird gelesen:

Kapitel 1:

Der finstere Werk der Hölle

Es war ein warmer Frühlingsmorgen. Tipuar, ein Junge aus dem kleinen Dorf Kiur'tar, lag mit geschlossenen Augen auf dem noch nassen Gras. Im Hintergrund hörte man die Vögel zwitschern und einen Bach plätschern. Tipuar öffnete langsam seine Augen und streckte sich. Er schaute in dem Himmel und beobachtete die Wolken, wie sie sich langsam über ihn hinweg bewegten. Doch plötzlich unterbrach ein tiefes Grollen die Stille. Tipuar sprang auf und musste mit Erschrecken feststellen, dass sich der Himmel langsam rot-bräunlich färbte. Auch das Gras färbte sich in tiefe Brauntöne. Die Geräusche des Waldes waren verstummt. Aus dem Boden schossen riesige Türme, die von schwarzen Ranken und Stacheln umgeben waren. Zusammen bildeten sie einen riesigen Kreis um ihn. Gelähmt von dem Schock wagte er sich nicht zu bewegen, sondern schaute einfach dabei zu, wie sie zusammen einen Bogen bildeten, in dessen Mitte ein Licht schwach flackerte. Doch es bleb nicht bei dem kleinen Flackern, denn dieses Licht schien sich zu einer Scheibe zu formen und wuchs Meter um Meter.
Es schien sich um eine Art Tor zu handeln, dachte Tipuar. Und mit seiner Behauptung hat er Recht, denn aus der Scheibe, deren untere Seite nun den Boden berührte, kamen unzählige Dämonen und anderes teuflisches Getier. Jedes Wesen sah schlimmer und grässlicher aus, als das vor ihm. Schnell wurde Tipuar klar, dass sie sich nicht zerstreuten, sondern in eine Richtung marschierten. An ihrer Spitze sah er eine Art Mischwesen aus Mensch und Dämon. Er hatte eine dunkel-glänzende Rüstung und einen zerfledderten, grauen Umhang. Auf seinem doppelköpfigen, schwarzen Ross sah er schon wie der Teufel persönlich aus. Tipuar hatte solche Angst, dass er seine Blase nicht mehr unter Kontrolle hatte und anfing, sich selber mit Urin zu benässen. "Tipuar! Wach auf, Tipuar!", hörte er undeutlich. Plötzlich kam es ihm vor, als würde ihn jemand wie eine Spielzeugfigur rumschleudern. "Wach schon auf, du fauler Sack!", hörte er schon wieder. Ihm wurde ganz schwarz vor Augen. Plötzlich wurde er aufgerissen und sah in das Gesicht eines alten Mannes, seinem Großvater Tungoir.
Noch immer atmete er sehr eregt. "Geh endlch an die Arbeit, anstatt hier faul rumzupennen. Und zieh dir eine andere Hose an, mit der willst du dich doch nicht unter die Leute wagen.", maulte Tungoir ihn an und ging durch die Tür hinaus. Tipuar schaute auf seine Hose und bemerkte, dass er sich nicht nur im Traum angepinkelt hat. Er schaute sich noch kurz um, bevor er von seiner Strohmatte aufstand und sich in Richtung Kleiderhaufen begab und sich eine saubere Hose heraussuchte. Nachdem er dies tat folgte er seinem Großvater nach draußen um seiner Arbeit nachzugehen: Die Tiere zu füttern.


Zuletzt von «RectoЯ» am So 19 Jul 2009, 13:07 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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«RectoЯ»
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BeitragThema: Re: Meine erste eigene Geschichte: Die Rache des Reiters   So 19 Jul 2009, 13:04

Kapitel 2:

Alles nur ein Traum, oder?

Langsam schritt er mit einem Sack Futter in den Kuhstall, wo er begann, den Inhalt seine Sacks gleichmäßig in den Futtertrögen zu verteilen. Die Kühe begannen sofort habgierig zu fressen. "So soll es sein, fresst nur schön euer Futter", dachte sich Tipuar grinsend. Es gefiel ihm, den Tieren etwas gutes zu tun. Doch nun war seine Aufgabe etwas unangenehmer:
Er musste den Stall von den Exkrementen der Kühe säubern. Trotz seiner häufigen Übelkeitsattacken beschwerte er sich nicht, sondern tat einfach das, was ihm aufgetragen wurde. Sonst müsste er wahrscheinlich als Strafe wieder bei den Kühen schlafen. Kurz nach der Beendigung seiner Arbeit packte ihn ein starker Drang, sich ins Bett zu legen und einfach zu schlafen. Deshalb ging er kurzerhand ins Haus und legte sich auf seine mehr oder weniger gemütliche Strohmatte. Er schloss seine Augen und versank in einem tiefen Schlaf. Doch plötzlich öffnete er sie wieder und fuhr mit einem Satz hoch. Dies war nicht die kleine verstaubte Hütte, in der er eingeschlafen war, sondern ein riesiges Schlachtfeld voller Kadaver und zerstörter Kriegsmaschinerie - es war der gleiche Ort, den er in seinem ersten Traum "besucht" hatte. "Doch was ist hier geschehen", fragte er sich in Gedanken. Die Leichen am Boden waren weder Menschen, noch ein anderes irdisches Wesen. "Dämonen!", fuhr es ihm durch den Kopf. Aber sie waren nicht die, die durch das Lichttor gekommen sind. Sie waren kleiner (aber trotzdem überragten sie einen großen Recken um ein paar Köpfe) und trugen stattliche, dunkelrote Stahlrüstungen. Auf einmal fing der Boden um ihn herum an zu leuchten und die Armee aus seinem ersten Traum erschien. Sie bildeten einen Kreis um ihn und grinsten ihn unverschämt an und begannen hämisch zu lachen. Doch ihr Lachen verstummte und ein Gang bildete sich in ihre Reihen. In ihm sah er den Reiter, welcher sich ihm auf seinem Pferd immer weiter näherte, bis er kurz vor Tipuar stand. Dieser ist auf die Knie gefallen und beginnt zu beten. Der Reiter lachte und begann etwas in einer für Tipuar unbekannten Sprache zu sprechen. Dieser fängt an zu schreien, da er in seiner Brust eine stechenden Schmerz fühlt, als würde ihm jemand einen Dolch in sein Herz rammen. Der Reiter lachte mit einem tiefen Brummen. "Tipuar, was ist denn? Wach doch auf!"
Es war wieder sein Großvater. Tipuar wurde aus seinem Traum gerissen und schaute in das Gesicht des alten Mannes. Er war schweißgebadet und hatte starke Schmerzen in seinen Armen und Beinen. Sein Herz hämmerte, der Schmerz in seiner Brust war immer noch zu spüren. "Was ist denn? Geht es dir nicht gut? Hattest du einen Albtraum?" fragte er ihn aus. "Ich hatte einen schrecklichen Albtraum. Aber es war kein normaler. Ich konnte die Schmerzen, die mir dort zugefügt wurden, wirklich fühlen. Es war wirklich kein Albtraum mehr, es war die Hölle. Bitte, wir müssen jemanden finden, der mich heilt. Meine Brust, sie schmerzt so sehr..." "Oh mein Gott. Wir fahren morgen sofort nach dem Fürhstück zum Kloster.", versuchte Tungoir seinen Enkel zu beruhigen. Doch dieser wagte es nicht, wieder einzuschlafen. Stattdessen dachte er über seine Erlebnisse nach.
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BeitragThema: Re: Meine erste eigene Geschichte: Die Rache des Reiters   So 19 Jul 2009, 13:05

Kapitel 3:

Der mysteriöse Fremde

Am nächsten Morgen lag Tipuar mit roten und verschlafenen Augen auf seiner Matte. Im Hintergrund hörte man einen Hahn krähen. Die Sonne strahlte wärmend in sein Gesicht. Seine Schmerzen waren vergangen, er fühlte nur noch ein leichtes ziehen in seiner Brust. "Frühstück!", hörte er seinen Großvater fröhlich rufend. Tipuar stand auf und zog sich einen durchlöcherten Mantel aus Schafsleder an. Benommen setzte er sich an den viel zu hohen Tisch und nahm sich eine Scheibe Brot. "Guten Morgen, Großvater", gähnte er und fing an den Käseblock in dünne Scheiben zu schneiden. Zwei davon legte er vorsichtig auf sein Brot. "Na, wie hast du geschlafen?", fragte Tungoir mit einem ausdrucksstarkem Lächeln. Tipuar hingegen hob seinen Kopf und warf ihm einen bösen Blick entgegen. "Wohl nicht so gut...", sagte sein Großvater leise. Anscheinend konnte er sich jetzt erst wieder an letzte Nacht erinnern. "Ich nehme dich heute mit ins Kloster. Ich habe gehört, die Mönche dort kennen sich sehr gut mit Salben und Arzneien aus. Vielleicht können sie dir helfen." Tipuar nickte, während er in sein Brot biss.
Schon nach dem Frühstück machten sich beide mit dem Ochsenkarren auf den Weg. Es war kein langer Weg bis zum Kloster, doch Tungoir wollte seinen Enkel so gut wir möglich vor jeglichen Anstrengung schützen. "Du, Großvater, ich weiß, dass ich dich es schon oft gefragt habe, aber du hast noch nie eine befriedigende Antwort geliefert: Was ist mit meinen Eltern passiert?
Warum habe ich sie noch nie gesehen?" "Wie oft denn noch? Deine Eltern sind doch nur abgehauen und haben dich alleinen gelassen. Und jetzt hör bitte auf, diese Frage immer wieder zu wiederholen." Tipuar verstummte sofort und wagte nicht, auf der Reise weiter auf das Thema einzugehen. Erst als sie an dem Kloster ankamen, teilte er seinem Großvater mit, dass er den Karren auf dem anderen Wegesrand abstellen könne. Beide sprangen überraschend flink von dem Wagen, überquerten die Straße und stellten sich vor eine große, mit Eisen beschlagende Eichentür. Tipuar klopfte mit einem seiner rechten Hand gegen die Tür, um Eintritt zu erbitten. Wenige Sekunden später öffnete sich in der Tür ein kleines Fenster und ein Mönch schaute heraus. Er war von kleiner Körpergröße und hatte dicke, kurze Finger. "Wer wünscht Eintritt?", quiekte er. "Ich bin Tungoir. Ich bin hier mit meinem Enkel Tipuar, um für ihn Heilung vor seinen Schmerzen zu erbitten." Die Tür öffnete. Hinter ihr stand der kleine Mönch und bat sie, schnell einzutreten. Innen war es im Gegensatz zur Außenwelt kühl. In der Eingangshalle standen zwei weitere Mönche und eine vermummte Gestalt. Sie gingen weiter bis zu einem Raum, der voll mit gefüllten Flaschen und Kräuterpflanzen gestopft war. "Na, was haben wir denn?", grinste der Mönch ihn unverschämt an. "Ich hatte gestern einen Albtraum und als ich aufwachte war es, als ob... als ob mir jemand einen Dolch in die Brust gerammt hätte.", antwortete ihm Tipuar. "Albträume mit Herzschmerzen zufolge? Ihr seid verrückt. Für so etwas gibt es doch keine Heilung", quieckte der Mönch erregt. "Tipuar, geh raus. Ich muss mich mit dem Mann hier unterhalten", sprach Tungoir zorning und machte eine Geste, die ihn Richtung Tür zeigte. Tipuar seufzte und ging hinaus in den Klostergarten. Aus dem Zimmer hörte er nur Schreie und Flaschen, die auf den Boden fielen. "Dass Opa sich wegen soetwas so viel auf sich nimmt", seufzte er erneut. Er schlenderte ein wenig durch die Rosengärten, die Schreie konnte man immernoch im Hintergrund hören.
Doch plötzlich wurde sein Arm gepackt und er wurde quer durch die Beete hinter eine kleine Mauer gezerrt. Erst dort erkannte er, dass es die vermummte Gestalt war, die er in der Eingangshalle gesehen hatte. "Wer oder was bist du? Was hast du mit mir vor?", stotterte Tipuar. "Es ist egal was ich bin, es geht mehr darum was du bist: Nämlich in Gefahr!", brummte eine Tiefe Stimme aus der Dunkelheit unter der Kapuze der Gestalt. Sie zog ihn weiter und weiter bis zu einem Pferd. Als erstes warf sie den sich wehrenden Jüngling auf den Pferderücken, danach sprang sie selber hinauf. Durch die Aufregung und den Schock, den er durch die plötzliche Entführung erlitt verlor er das Bewusstsein.
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BeitragThema: Re: Meine erste eigene Geschichte: Die Rache des Reiters   So 19 Jul 2009, 13:05

Kapitel 4:

Eine harte Wahrheit


Als er wach wurde, fand er sich in einem riesigen Raum, gefüllt mit Portraits, auf denen man alte Damen und Herren erkennen konnte, sowie die vielen Statuen, welche überdimensional große Schwerter bei sich trugen. Tipuar fand sich in der Mitte auf einem wackligen Stuhl wieder. Die Gestalt saß, auch auf einem wackligen Stuhl, vor ihm und las ein großes Buch mit einem braunen Ledereinband.
Auf der Vorderseite stand groß: "Die Monster der alten Welt". Doch als die Kreatur merkte, dass Tipuar bereits erwacht war, warf sie das Buch einfach auf den Boden und schaute dem Entführten tief in die Augen. Langsam hob sie ihre Hände auf Kopfhöhe und legte ihre Kapuze ab. Darunter kam Gesicht hervor, welches Tipuar mehr schon einem Drachen zuordnen würde. Er zitterte vor Furcht. "Habe keine Angst. Ich habe dich nicht entführt, um dir Leid zuzufügen.", brummte sie mit tiefer Stimme. "Warum denn dann?", stammelte Tipuar nervös. "Du warst bestimmt im Kloster um nach Heilung für deine Träume zu suchen, oder?" " Ja, aber woher wissen sie von meinen Träumen?", fragte Tipuar immernoch angespannt. "Junge, hör gut zu, denn das, was ich dir jetzt sage, kann für dich ziemlich hart sein:
Ich bin der letzte Überlebende von der Garde des ersten Reiters der Apokalypse. Früher waren wir mehr als ein paar Dutzend. Man nannte mich damals noch den Thronwächter, weil ich dem ersten Reiter näher als die anderen stand. Heute nennt man mich nur noch Kar'ular, was in der Höllensprache soviel wie "Verstoßener" heißt.
Unsere Aufgabe war es, unseren Herren, sein Weib und seinen Knaben zu beschützen. Die Zeiten waren gut und die Reiter lebten in Harmonie und Wohlstand. Alle bis auf den vierten. Ihr irdischen Lebewesen nennt ihn auch den Tod. Er war eifersüchtig auf die anderen, da er im Gegensatz zu ihnen kein Weib besitzen durfte, um einen Sohn auf die Welt zu bringen.
Voller Neid und blinder Wut sammelte er eine Armee um sich und begann die anderen drei Reiche Mus'kru, Ribpor und Damus'krar, für euch die Hölle, zu erobern und ihre Besitzer gefangen zu nehmen. Doch bevor er in da Reich des ersten eindringen konnte, drückte man mir seinen Sohn zu, auf dass ich ihn sein Leben lang schütze und ihn für einen Krieg bereitmache, solle der Tod die Jagd nach ihm aufnehmen. Das war vor genau neunzehn Jahren. Dieser Knabe bist du, du bist der Sohn des ersten Reiters der Apokalypse, Satan..." "Lügner, elender Lügner! Meine Eltern sind Menschen, keine blutrünstigen Dämonen und erst recht nicht der Teufel persönlich!" " Du hast sie noch nie gesehen, habe ich Recht? Auch dein Großvater teilt mit dir nicht das Blut. Ich gab dich ihm, damit er auf dich aufpasst." "Warum, warum tust du mir das an?", weinte Tipuar leise. "Weil es deine Bestimmung ist, den Thron der Unterwelt zu besteigen und die gefangenen Reiter zu retten." "Also war der Mann auf dem Ross nicht nur eine fiktive Figur, sondern..." "... Der Tod, genau." "Was hatte er in meinen Träumen zu suchen?" "Du hast die Geschehnisse der Hölle gesehen, als dein Vater gefangen genommen wurde. Genau genommen konntest du durch seine Augen sehen." "Und was war das für eine tote Armee, die ich in der Hölle sah?" "Dies war die Streitmacht deines Vaters. Sie konnte den Eindringlingen nicht mehr standhalten . Die Gefangennahme fand statt, als du im Schlaf lagst. Hätte Tungoir dich nicht geweckt, wärst du gestorben, denn das, was du gehört hast, war ein Seelenbannzauber. Du als Sterblicher kannst ohne Seele jedoch nicht leben." "Aber was soll ich dem Tod denn entgegensetzen? Soll ich ihn etwa mit einer Mistgabel jagen?", fragte Tipuar leise kichernd. "Oh nein. Als erstes werden wir deine Kampfkunst verbessern. Zum Glück hast du mich an deiner Seite, denn es gibt keinen besseren Kampftrainer als mich auf dieser Welt", rief er laut, stand auf und reckte seinen Echsenkopf zur Decke. Seine dicke Wampe streckte er genau vor Tipuars Gesicht, der in Gedanken grinsen musste. "Und zweitens zeige ich dir, was du als Satans Sohn so drauf hast."
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BeitragThema: Re: Meine erste eigene Geschichte: Die Rache des Reiters   So 19 Jul 2009, 13:05

Kapitel 5

Ein schwerer Abschied

2 Jahre sind seit dem Treffen mit Kar'ular vergangen. In der Zeit hat er Tipuar trainiert und zu einem stattlichen jungen Mann erzogen. Dieser war nun ein erfahrener Schwertkämpfer geworden. Sein braunes Haar hat er wachsen lassen und zu einem Pferdeschwanz gebunden. Sein Körper schien nur noch aus Knochen und Muskeln zu bestehen.
Aber das Training hatte auch seine Schattenseiten. So durfte er die ganzen zwei Jahre Tungoir nicht besuchen. Der Abschied traf ihn immernoch hart. "Es ist das beste für alle.", redete er sich jeden Abend ein, bevor er einschlief. Doch schlief er nicht mehr auf einer kratzigen Strohmatte, sondern durfte in einem Himmelbett mit hochwertiger Decke und Kissen seinem Schlaf nachgehen. Es stand in der Halle, in der er sich nach seiner Entführung wiederfand. Dort trainierte er auch seine Kampffertigkeiten. Einzig seine Höllenmacht-Zauber waren noch ziemlich unterentwickelt. So konnte er gerade einmal eine kleine Flamme auf seiner Handfläche tanzen lassen.
Nun war es Nacht. Der Mond schien durch ein kleines Loch in der Decke auf den steinernen Boden, der zu glänzen schien. Das Loch war neben einem kleinen Gang die einzige Kontaktmöglichkeit. Tipuar lag wach in seinem Bett. Er hatte kein Hemd an, jedoch trug er eine dünne, mit Flicken übersähte Stoffhose. Seine Haut ist von dem Mangel an Sonnenlicht blass und empfindlich geworden. "Es ist zu gefährlich auf der Oberfläche zu leben, denn die Häscher des Todes schleichen überall herum.", wiederholte Kar'ular immer wieder, wenn Tipuar danach fragte, auf die Oberfläche zu gehen. Als Tipuar daran denken musste, rollte er sich wütend auf die Seite und schlief vor Erschöpfung von dem Training ein. Kar'ular schlief schon lange, jedoch in einem anderen Raum.
Plötzlich tat sich etwas an dem Loch. Ein Seile wurde heruntergelassen. An ihm schwangen sich drei Gestalten herunter. Jeder hatte einen schwarzen Overall und einen gleichfarbigen Umhang, der ihnen bis zu den Hacken gingen. Im Mondlicht sah man auf ihren Gesichtern Masken. Die Masken waren weiß und rote Streifen zogen vertikal durch das Gesicht. Sie schliechen sich an Tipuars Bett vorbei in Richtung der Tür zu Kar'ulars Zimmer. Langsam öffnete einer die beschlagene Eichentür und trat ein. Die anderen beiden gingen nun zu Tipuars Bett. Dieser schlief noch immer tief und fest. Die beiden maskierten Attentäter standen nun vor dem schlafenden Tipuar. Eine zog einen Dolch und bereitete sich auf einen tödlchen Streich vor. Doch zufällig wachte Tipuar auf und bemerkte den Hinterhalt. Schnell rollte er sich zur Seite, schnappte sich seine Scheide und zog daraus ein Schwert hervor, während der Attentäter mit dem Dolch bereits zu gestochen hat, jedoch die Matratze traf und darin feststeckte. Gnadenlos holte Tipuar aus und schlug zu. Blut spritzte an die Wände. Die Assassinen bewegten sich nicht mehr. Plötzlich fielen ihn die Köpfe von den Schultern und landeten auf dem steinernen Boden. Reflexartig drehte er sich zu Kar'ulars Eichentür, rannte dorthin, schlug die Tür auf und musste mit ansehen, wie diesem in die Brust gestochen wird. Blut floss aus der Wunde. Blind vor Hass rannte er dem Mörder seines Meisters entgegen und stach im mit voller Wucht sein Schwert durch das Auge in den Kopf seines Feindes. Sofort zog er es wieder heraus. Blut spritzte durch das Loch im Hinterkopf der auf die Kniee sackenden Leichen auf die Wand. Doch anstatt sich weiter mit den Assassinen zu beschäftigen hockte er sich neben seinen Meister und begann zu weinen. Sein Trainer öffnete seine Augen und begann zu reden. Tipuar hielt sein rechtes Ohr in Richtung Kar'ulars Mund, um ihn besser verstehen zu können. "Gehe zu Traborg Weißholz, er weiß was zu tun ist.", konnte dieser gerade noch herausbringen und drückte Tipuar eine Karte in die Hand. Auf ihr war das nächste Höllentor angegeben. "Es tut mir Leid, Meister, ich habe versagt. Ich konnte euch nicht retten", weinte Tipuar. "Du hast getan, was du konntest, es war meine Bestimmung, jetzt zu gehen. Aber du musst weiter machen.", stöhnte Kar'ular, bevor, er seine Augen schloss und aufhörte zu atmen. Tipuar wusste, wer dafür verantwortlich war und er wird ihn aufhalten.
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BeitragThema: Re: Meine erste eigene Geschichte: Die Rache des Reiters   So 19 Jul 2009, 13:06

Kapitel 6

Ein kurioser Erfinder

Es war nachts, als Tipuar langsam durch die dunklen Gassen von Porilak schritt, der wohl reichsten Handelsmetropole am Weidmeer. Hier soll sich Traborgs Werkstatt befinden. Schon seit ein paar Tagen suchte Tipuar nach ihm. Er fragte Bürger oder verhörte auf weniger friedvolle Art Gauner und Halunken. Und da sah er auch schon ein riesiges Holzschild mit dem Schriftzug: "Weißholz, Qualitätswerkzeuge zum kleinen Preis." Es war an einem kleinen Haus befestigt. Man sah es schon von weitem, denn es war das einzige Haus, in dem noch Licht brannte. Tipuar machte einen zufriedenen Gesichtsausdruck, ging zur Vordertür und trat sie mit seinen Lederstiefeln ein. Er befand sich nun in einem kleinen Raum mt einem Tisch und einem Holzhocker. An den Wänden standen Regale, vollgestopft mit chemischen Lösungen und dicken Büchern. Auf dem Holzhocker saß ein eingeschlafener Mann. In seiner Hand hielt er eine Flasche Bier. Als Tipuar näher kam, wachte der Mann, hob seinen Kopf hoch und fing an zu schwafeln, wie sehr er doch gerne zu seiner Frau zurückkehren würde. Dann fiel sein Kopf wieder mit einem dumpfen Schlaf auf den Tisch und er schlief ein. Tipuar packte, legte ihn über seine breiten Schultern und trug ihn eine Leiter hoch. Dort erkannte er auch, was er für den armen Kerl suchte: ein Bett. Er legte ihn behutsam wie eine Mutter auf die Matratze und legte sich neben ihn auf den Boden. Schnell schlief auch er ein.
Am nächsten Morgen erwachte er mit einem lauten Gähnen. Doch als er seine Augen öffnete konnte er ein metallenes Rohr vor seiner Nase erblicken. Sie wurde gehalten von Traborg, der anscheinend noch nicht ganz nüchtern war.
"Wer bist du *hicks* und was willst du?", fragte er verwirrt. "Mein Name ist Tipuar, Sohn des Satan. Kar'ular hat mich geschickt dich aufzusuchen." Erstaunt und erschreckt zugleich hielt er das Ende des Rohrs, welches ein dickes hölzernes Ende mit einem Griff und einem Knopf aufwies, wie Tipuar nun sehen konnte, in eine andere Richtung. "Oh, entschuldige, das tut mir Leid.", stammelte er vor sich her. "Du musst verstehen, die Diebe werden immer gewitzter und da sind solche Maßnahmen Pflicht. Kar'ular ist ein Alter Freund von mir und er hat mir erst vor kurzem von deiner Lage erzählt. Ich weiß auch schon, womit ich dir helfen kann." "Nicht schlimm, aber was ist das, womit du mir helfen wirst?", fragte Tipuar neugierig während er sich aufrappelte. "Folge mir einfach.", antwortete Traborg amüsiert. Er zog Tipuar am Arm und eilte mit ihm zu einem der Regale. Traborg gab Tipuar ein Zeichen, dass er das Regal zur Seite schieben solle. Dieser jedoch packte es und warf es auf den Boden. "So geht das natürlich auch", sagte Traborg erschrocken. Dort, wo das Regal stand sah Tipuar einen kleinen Gang in der Wand. Traborg ging verschwitzt voran durch das Loch. Dicht gefolgt von Tipuar.
Er musste sich an Traborg festhalten, um in dem dunklen Gang nicht die Orientierung zu verlieren. "Was ist das eigentlich für eine Stange, die mit dir herum trägst?" "Das ist keine einfach Stange. Es eine Waffe, welche kleinen metallenen Geschossen schießt. Ich habe sie auf einer Reise durch den Kontinent gefunden. Sie hat eine höhere Reichweite als der Bogen und ist genauer." "Hoffentlich werde ich noch die Möglichkeit haben, sie zu testen.", scherzte Tipuar. "Die wirst du wirklich noch haben", lachte Traborg. Tipuar konnte schon an einem Lichtstrahl das Ende des Ganges erkennen.
Sie gingen durch die Tür, aus deren Ritzen der Lichtstrahl kam. Sie befanden sich in einer riesigen, stark beleuchteten Halle. Sein Blick wurde sofort von einem einzigen Objekt festgehalten. Er warf ein paar Blicke zur Seite und konnte eine Maschine humanoider Gestalt erkennen. An ihren Armen waren mehr von diesen metallen "Rohr"-Waffen, jedoch waren sie zu einer Trommel zusammengeschweißt. Sein Blick fiel wieder zurück auf das Objekt, dass er beim Betreten bemerkt hatte.
"Damit werde ich dir helfen.", grinste Traborg stolz und präsentierte ihm die ARCHE. Es war ein Schiff, doch statt Segeln besaß es riesige Ballons. Hinten waren zwei Paar, wie Traborg sie genannt hat, Raketen. An der Unterseite befanden sich etwa ein Dutzend Propeller, die den Flug stabilieren sollten. Auf dem Deck waren ein riesiges hölzernes Lenkrad und zur Verteidigung Harpunen und mehr von diesen metallenen Rohren. Anscheinend Nachbauten von dem Traborgs. "Dann lass uns ablegen", sagte Tipuar wieder mit ernster Miene.


Zuletzt von «RectoЯ» am Mo 10 Aug 2009, 10:03 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Meine erste eigene Geschichte: Die Rache des Reiters   Mo 10 Aug 2009, 10:01

Kapitel 7

Eine schwierige Reise

Tipuar und Traborg befanden sich nun mehrere Meter über dem Meeresspiegels des Weitmeers. Die Luft war dünn und die ARCHE schwankte stark, wodurch sich Tipuar mehrmals über die Reling erbrechen musste. Traborg schienen die Bedingungen nichts auszumachen. Es war gerade Nacht als Tipuar zusammengerollt auf seiner Matte in seiner Kajütte lag. Verschwitzt drehte er sich von einer auf die andere Seite. Sein Gesicht war von Angst und Verzweiflung verzerrt: Der Tod besuchte ihn wieder in seinem Traum. Doch plötzlich wurde er mit einem lauten Schmerzensschrei aufgerissen. Er schaute sich hektisch um, konnte aber nichts verdächtiges erkennen. Langsam schritt er weiter bis zur Tür, öffnete sie, kletterte auf das Deck und lehnte sich über die Rehling. Er beobachtete die meterhohen Wellen hin und herschleudern und ließ sich von dem Glanz der Sterne beeindrucken. Er erschrak, als er hinter sich ein leises, jedoch gut hörbares Lachen vernahm. Vorsichtig drehte er machte er eine halbe Drehung und sah genau in die dunkle Leere einer Kapuze. Eine knöcherne Hand schnellte hervor, packte ihn an der Kehle, hob ihn über die Rehling. Tipuar spürrte unter sich nicht mehr den harten Holzboden, sondern nur die klarten Winde der Nacht. "Du hast es wohl nicht erwartet, mich hier zu sehen", hallte eine tiefe Stimme aus der Kapuze wieder.
"Deine Versuche mich zu töten werden fehlschlagen, glaube es mir. Doch ich sehe in dir Potenzial.", sprach er mit gespielter Bewunderung. Tipuar schnappte erschöpft nach Luft, starrte dennoch weiter in die Kapuze. "Folge deiner Bestimmung und tritt in meine Dienste. Du wirst es nicht bereuen." " Lieber sterbe ich anstatt dir die Füße zu lecken.", stotterte Tipuar und spuckte dem Tod auf das Gewand. "Wenn es dein Wunsch ist", fauchte der Tod wütend und befreite Tipuar aus seinem Würgegriff.
Des Atmes beraubt fiel er auf das rauschende Meer zu. Die tosenden Wellen erwarteten ihn und schienen bereits mit ihrer Gischt nach ihm greifen zu wollen - und das taten sie auch. Tipuar schloss seine Augen und erwartete sein Ende. Er berührte schon die Meeresoberfläche, als alles um ihn herum, das tosende Meer und das im Wind schaukelnde, fliegende Schiff wärmenden und weichen Farben weichen musste. Plötzlich hörte er einen Knall in der Stille und eine Stimme rufen: "Sterbt, ihr verdammten Mistviecher!". Auf einmal auch einen Schmerz, als hätte ihn jemand mit der Faust ein ins Gesicht geschlagen.
Tipuar öffnete seine Augen wieder und stand mit einem lauten Stöhnen auf. "Es war nur ein Traum! Nur ein Traum", beruhigte er sich. Eilig machte er sich auf die Suche nach der Geräuschsquelle. Er öffnete seine Kajütentür und sprintete auf das Deck. Die Nacht wurde von einem brennenden Ballon erhellt. Überall um das Schiff schwirrten geflügelte Geschöpfe und schossen immer weiter Feuerbälle aus ihren Mäulern. Diese trafen die ARCHE und brachten sie zum schwanken. Traborg versuchte verzweifelt noch die entstandenen Feuer mti einem Eimer Wasser zu löschen, doch den Flammen schien dies nichts auszumachen. Unbeeindruckt fraßen sie sich weiter durch die Wände des Schiffes. Tipuar zog eine wutentbrannte Grimasse und ging eiligen Schrittes zu Traborg. "Woher komme diese Viecher?", fragte Traborg verzweifelt, während ihm schon der Schweiß sein rotes Gesicht herunterlief. "Direkt aus der Hölle. Und dorthin werde ich sie auch wieder zurückschicken. Das schwör ich dir." Im Hintergrund hörte man die knacksende Todesrufe der ARCHE, während sie immer weiter auf den Boden zu trieb. Es befanden sich nur noch ein paar dutzend Meter zwischen ihm und dem dunkelgrünen Wasser. "Wir sind geliefert. Wenn die Flammen den Hauptballon anbrennen wird es eine riesige Explosion geben!". Immer mehr Wyvern ließen sich auf dem Schiff nieder und beobachteten gierig die beiden Menschen mit ihren großen, schwarzen Augen. "Genau das müssen wir ausnutzen." Bevor die Wyvern überhaupt reagieren konnten, schnappte sich Tipuar ein Gewehr und eine Kugel, wickelte einen Stofflaken um sie, zündete das Stofflaken mir seiner Handfläche an und schob sie hastig in den Lauf. Er packte sich Traborg am Nacken und sprang mit ihm von Bord. Im Flug drehte er sich um und schoss als die Wyvern gerade losfliegen wollten auf den mit brennbaren Gasen gefüllten Ballon. Ein lauter Knall und die ARCHE verwandelte sich in einen riesigen Feuerball. Doch Tipuar konzentrierte sich lieber auf den Aufprall, den er auf dem Wasser erleiden wird. Aber erst zu spät fiel ihm wieder ein, dass Traborg immer noch an ihm hing. Und so kam es, dass er mit dem Kopf auf die Wasserobfläche knallte und das Bewusstsein verlor. Nur wenige Meter von ihm entfernt schwamm das Wrack der ARCHE. Beide lagen nun reglos im Wasser.
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